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…struggling against entropy

Kurzes Update

Ich wollte mich nach langer Zeit der Stille melden, um wenigstens kurz darzulegen, warum ich eben nicht gebloggt habe in den letzten Wochen.
Zunächst war da die Prüfungszeit. Gerade weil es die letzte meines Studiums war, wollte ich mich möglichst darauf konzentrieren, was auch mit Erfolg verbunden war.
Dazu kommen seit dem Anfang März leider auch noch gesundheitliche Probleme, die mich zur Zeit sehr beschäftigen. Wie es da weiter geht, vermag ich im Moment nicht zu sagen.

Ich hoffe, in einigen Wochen wieder aktiver sein zu können.

Bis dahin alles Gute,
Wolfgang

Geschrieben vor einem Jahr, einem Monat um 21:26.

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Wozu Religion? – Kunst und Architektur

Ein Argument, dass nicht nur aus religiösen Kreisen zu hören ist, wenn es um das Für und Wider von Religion geht, lautet in etwa “Aber was ist mit all dem Guten, was Religion der Menschheit gebracht hat?”. So ein Argument lässt sich, zumindest scheinbar, nur schwer entkräften. Auf Godchecker.com sind über 2800 Gottheiten aufgeführt, die irgendwann mal verehrt wurden. Adherents.com listet laut eigenen Angaben sogar Fakten zu über 4200 Religionen, viele davon polytheistisch, die momentan auf der Erde praktiziert werden. Wie soll man mit solchen Zahlen umgehen? Es ist unpraktikabel für jede einzelne Religion, jeden Kult, jede Sekte zu analysieren, ob sie der Menschheit Gutes gebracht hat (Wie immer das der Einzelne definieren will) und ob das Gute das Schlechte überwiegt.

Ebenso unhandlich ist die davon abgeleitete Frage, wie die Welt heute wohl aussehen würde, wenn es Religionen nicht geben würde oder gar niemals gegeben hätte. Diese Frage ist zugleich aber natürlich hoch spekulativ. Wie das zuweilen überstrapazierte Beispiel des Schmetterlings, der einen Sturm auslöst, zeigt, neigen komplexe Systeme zu unvorhersehbaren Änderungen, wenn selbst unscheinbare Parameter geändert werden. Religion ist mit seinem unbestreitbaren Einfluss auf die Gesellschaft in den vergangenen Jahrhunderten ein verdammt großer Schmetterling.

Wie auch immer man an eine der oben genannten Fragestellungen auch heran geht, es ist klar, dass sie in ihrer Gänze den Rahmen eine Blogeintrags sprengen würden. Daher soll dieser Beitrag sich auf einen klar abgegrenzten Bereich beschränken, die Kunst und Architektur. Hier, mehr als in anderen Gebieten, kann Religion meines Erachtens tatsächlich eine positive Bilanz verbuchen.

Das Jüngste Gericht, Michelangelo, Sixtinische Kapelle

Das Jüngste Gericht, Michelangelo, Sixtinische Kapelle

Es dürfte nicht kontrovers sein, dass einige der großartigsten Beispiele für Kunst und insbesondere Baukunst religiöser Natur sind: Die Fresken der Sixtinische Kapelle und gleich nebenan der Petersdom etwa, die Pyramiden von Gizeh, die Tempel der Inka und Maya, usw. Niemand will bestreiten, dass diese Werke atemberaubende Zeugnisse menschlicher Kreativität sind, deren Ursprung in der ihnen jeweils zu Grunde liegenden Religion liegt. Doch zwei Punkte sollten dabei nicht vergessen werden.

  1. Religionen haben ihr Macht und die  ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen eingesetzt, um die genannten Werke zu schaffen. Auftragsarbeiten mögen beeindruckend sein, aber wenn Michelangelo nicht an der Sixtinischen Kapelle gearbeitet hätte, hätte er dann die Kunst aufgegeben? Sicher nicht. Welche großartigen Kunstwerke Menschen wie er erschaffen hätten, wären sie nicht den Zwängen damaliger kirchlicher Kunstvorstellungen unterworfen gewesen, lässt sich nicht ermessen. Sicher ist, die Kunst hätte anders ausgesehen. Das Geld für die Aufträge wiederum stammte von den Menschen, die — indoktriniert, verängstigt, unter sozialem Zwang stehend — ihr Geld der Kirche überließen. Sei es im Rahmen verwerflichen Ablasshandels oder in Form gewöhnlicher Kirchensteuer. Die Kunst die wir heute bestaunen, wurde erkauft mit dem Wohlstand von Menschen die geködert wurden mit dem Versprechen von Seelenheil und denen gedroht wurde mit ewiger Verdammnis.
  2. Religion ist nicht nur Erschaffer von Kultur sondern auch Zerstörer. Um dieses Argument zu verstehen, genügt es, Afghanistan zur Zeit der Taliban zu betrachten. Unzählige Kunstwerke sind für immer verloren gegangen durch das fanatische Streben dieser fundamentalistischen Verfechter des abstrusen islamischen Bilderverbots. Ähnliche Beispiele lassen sich für andere Religionen finden. Noch nicht eingeschlossen sind dabei die Zerstörungen, die religiös motivierte Kriege und Gewalttaten angerichtet haben, beispielsweise an einer architektonischen Meisterleistung der 70er Jahre…
By Julien Menichini CC-BY-2.0, via Wikimedia Commons

By Julien Menichini CC-BY-2.0 2.0, via Wikimedia Commons

Geschrieben vor einem Jahr, 6 Monaten um 23:09.

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Steuergelder für Volksverdummung?

Jetzt sollen also “Zentren für Islamische Studien” an mehreren deutschen Universitäten eingerichtet und mit jeweils bis zu 4 Millionen Euro gefördert werden. Na das ist doch mal eine gute Nachricht, mehr Geld für Forschung und Wissenschaft.

Moment. Wie bitte?

Ich  halte es für einen schweren Fehler, überhaupt Theologie in irgendeiner Form an Universitäten zu lehren. Was genau hat Theologie mit Wissenschaft zu tun? Welche Erkenntnisse haben denn Theologen in den letzten, sagen wir mal großzügig 100 Jahren in ihrem Fachbereich vorzuweisen? Die Antwort ist ebenso klar wie eindeutig: keine. Theologen haben nicht mal irgendwas, was man ehrlich einen Fachbereich nennen könnte. Wenn jetzt aber (sicher nicht zum ersten Mal, das macht es aber nicht besser) religiöse Pseudowissenschaft direkt staatlich gefördert wird, dann ist das in meinen Augen ein Skandal. Und das unabhängig davon, welcher fehlgeleitete, mittelalterliche, auf Wüstenmärchen basierende Irrglaube davon im konkreten Fall diesmal profitiert.

Geschrieben vor einem Jahr, 7 Monaten um 23:34.

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Hubbrücke in HDR

Ich habe ein wenig in Photoshop rum gespielt, insbesondere mit den HDR-Tools. Grundlage waren 4 Bilder von der magdeburger Hubbrücke.[singlepic id=82 w=320 h=240 float=]

Geschrieben vor einem Jahr, 7 Monaten um 15:09.

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In der Höhle der Adventisten

Gestern Abend fand in einem Hörsaal der Uni Magdeburg eine Filmvorführung statt, die bereits im Vorfeld für eine Kontroverse [1] gesorgt hatte. Die Adventgemeinde-Magdeburg, lokale Gruppe der Siebenten-Tag-Adventisten, zeigte den Film “Die Schöpfung – Die Erde ist Zeuge” von Henry Stober (der anwesend war). Im Rahmenprogramm wurde zudem ein Teil einer Vortragsreihe von Prof. Dr. Walter Veith gezeigt. Der Saal war prall gefüllt (offensichtlich hatten die Theisten kräftig die Werbetrommel gerührt) und auch ich war dabei.

Warum war gerade ich als bekennender Atheist [2] Zuschauer bei so einer Veranstaltung? Aus dem Titel des Films und den Vorabinformationen, die im Netz verfügbar waren, wurde absolut deutlich, dass es sich um den Versuch handelte, kreationistisches Gedankengut zu verbreiten. Insofern hatte ich zweierlei Interesse an der Veranstaltung: Zum einen wollte ich den Kreationisten die Gelegenheit geben, ihre Argumente hervorzubringen. Ehrlicherweise hatte ich keine hohen Erwartungen, dass tatsächlich neue Theorien oder gar Belege für die pseudowissenschaftlichen Ansichten dar gebracht würden, aber es gab einen weiteren Grund dort anwesend zu sein. Einen Gegenpol zu bilden, sollte sich die Gelegenheit zur Diskussion bieten. Leider wurde ich beiderlei Hinsicht enttäuscht.

Nach der Begrüßung und nachdem die Veranstalter eingesehen hatten, dass es keinen Sinn machte, ein weiteres Mal darum zu bitten, doch auch die letzten reservierten Plätze denen frei zu geben, die noch verloren herum standen (Ich verkneife mir jetzt einen Kommentar zu Nächstenliebe und so…), wurde zunächst, wie oben erwähnt, ein 35 minütiger Ausschnitt aus einem Vortrag Veiths gezeigt. Das Licht ging also aus und ich zückte mein Notizbuch. Um nicht zu sehr aus zu schweifen möchte ich nur kurz die wichtigsten Punkte, die ich mir notiert habe ab handeln:

  1. Es wurde behauptet, die Evolutionstheorie wäre gescheitert, weil sie den Sinn des Lebens nicht klären könnte. Das ist irreführend, da es nicht Ziel der Evolutionstheorie ist, den Sinn des Lebens zu klären. Übrigens eine Frage, die Religionen nicht mal beantworten, obwohl sie sich dies immer wieder ganz explizit auf die Fahnen schreiben. Es sei denn natürlich “Tue das, was Gott will” ist eine sinngebende Anweisung. Wer von der Evolution erwartet, Antworten auf praktisch alle Frage zu bekommen, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Das ist aber irrelevant für die Einschätzung, ob die Evolutionstheorie korrekt ist oder nicht.
  2. Evolution wurde mit Zufall gleichgesetzt. Dies ist ein immer wieder gern benutztes Argument von Kreationisten, die den Eindruck zu erwecken versuchen, es gäbe nur die Alternativen “Gott” (bzw. “Designer”, siehe ID) und “Zufall”. Dies ist aber in zwei Punkten unsinnig. Erstens ist Evolution keineswegs zufällig, allenfalls einzelne Bestandteile, nicht jedoch z.B. die Natürliche Auslese, und zweitens ist die Gott-Hypothese zum Scheitern verurteilt: Wenn die Begründung, alles Leben sei von Gott designed worden, darin besteht, dass die verschiedenen Spezies sich nicht zufällig entwickeln konnten, woher kommt dann Gott, der doch notwendigerweise viel komplexer als all seine Schöpfung sein müsste und daher erst recht nicht zufällig entstehen konnte? Kurz gesagt: “Gott” kann keine befriedigende Antwort auf die Frage nach der Entwicklung komplexer Lebensformen sein. [3]
  3. Als Begründung, wie Darwin auf seine Theorien kam, wurde angeführt, er habe das Leid in der Welt gesehen und daraufhin beschlossen es könnte keinen Gott geben. Das ist irreführend. Die Beobachtung des Leids in der Welt im Kontrast zu den religiösen Märchen eines gütigen, liebenden Gottes mag ein Grund sein, warum Darwin seinen Glauben verloren hat oder auch nicht. Das ist jedoch irrelevant für die Entwicklung der Darwinschen Evolutionstheorie und höchstens ein Grund für Darwin sich mit der Frage an sich zu beschäftigen.
  4. Weiterhin wurde ein “Argument” aufgebaut, ausgehend von der (falschen) Annahme, die Gene einer Spezies wäre unveränderlich. Die weiteren konfusen Details der Ausführungen bekomme ich selbst mit meinen Notizen nicht mehr zusammen, daher nur so viel: Von Mutation und Gendrift sollte Prof. Veith als Ex-Zoologieprofessor eigentlich mal gehört haben. Wenn ja, hat er das aber gut verborgen.

Nach diesem “Vorfilm” wurde dann der Hauptfilm gezeigt. Und darüber kann ich kaum etwas sagen, denn das waren nach einer kurzen Einführung, ungelogen, nur eine Stunde Bibelzitate (Die Schöpfung, 1. Mose), ohne Kommentar, ohne jegliche Form von Reflexion. Untermalt das Ganze mit (zugegeben teils sehr schönen) Naturaufnahmen und einem epischen Soundtrack im Stile von Trailermusik von X-Ray Dog oder Immediate Music. Das mag als Werbefilm für die Adventisten ganz gelungen sein, hat aber keine wissenschaftliche Relevanz und führt weder zu den versprochenen Antworten noch zu Ansatzpunkten für eine Diskussion (was diesen Blogeintrag drastisch kürzt).

Ich war auf jeden Fall froh, mein Notebook dabei zu haben, so dass ich die Langeweile halbwegs bekämpfen konnte.

Nach dem einstündigen Film hoffte ich auf die Möglichkeit Fragen zu stellen, denn in der Einführung wurde behauptet, die Erde (und folglich die Sterne, siehe Bibel) wäre nur 6000 Jahre alt. Aha, Junge-Erde-Kreationismus also. Das war zu erwarten. Nun gut, wie erklären sich die Adventisten dann die Ergebnisse radiokukleidbasierter Datierung, Fossilienfunde, Kontinentaldrift und den unbedeutenden Fakt, dass wir Sterne sehen können, die mehr als 6000 Lichtjahre entfernt sind?

Leider kam es jedoch nicht zu einer Fragestunde, ganz im Gegenteil, der Produzent Henry Stober machte nur noch eine abschließende Bemerkung und war dann verschwunden. Aber ob ich noch in der Lage gewesen wäre, ruhig meine Punkte vorzutragen kann ich ohnehin nicht sicher sagen. Denn diese Letzte Bemerkung enthielt folgendes Zitat, dass mich geradezu sprachlos werden lies:

“Humanismus, Materialismus und Kommunismus haben den Menschen nicht weiter gebracht.”

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: “Humanismus hat den Menschen nicht weiter gebracht”.

Entweder ist Stober unglaublich dumm oder ein geistiger Brandstifter erster Güte. Toleranz, Würde, Freiheit, das sind Kernbegriffe des Humanismus. In Stobers von bronzezeitlichen Wüstenmärchen dominiertem Weltbild mag dafür kein Platz sein, aber anzuführen, dass die Realisierung dieser Werte keinen Fortschritt darstellt, dass halte ich für absolut inkompatibel zu den Grundwerten — eben jenen Werten — unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt den Ideen des Humanismus hat Stober es zu verdanken, dass er sich gestern Abend hinstellen konnte und so einen Müll zu erzählen. Genau so, wie er es der verteufelten Wissenschaft verdankt, dass er in der Lage war einen Film zu drehen. Ganz bestimmt verdankt er all das aber nicht Gott.

[1]: Die Stellungnahme des Rektorats der Uni Magdeburg ist zur Zeit nicht mehr online.

[2]: Auch wenn ich das Wort “Atheismus” für unpassend halte, wir sollten uns nicht dadurch definieren, was wir nicht sind.

[3]: Mehr dazu unter anderem in “The God Delusion” von Richard Dawkins

Geschrieben vor einem Jahr, 7 Monaten um 18:37.

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72 Jungfrauen

Wenn mal wieder ein islamistischer Terrorist den Knopf drückt und Unschuldige mit in den Tod reißt, dann erwarten ihn im Paradies 72 Jungfrauen. Zumindest nach den alten Wüstenmärchen seines Glaubens. Aber daran stören mich mindestens drei Punkte.

Erstens zeigt das, mal wieder, die obszöne Frauenfeindlichkeit der abrahamitischen Religionen. Denn mal ehrlich, wofür die Jungfrauen gut sein sollen, das ist wohl klar, oder? Kleiner Tipp: Es geht nicht ums Kochen und Wäsche waschen. Und was verspricht der Islam eigentlich todkranken Frauen, die noch nie Sex gehabt haben? “Ah, mach dir keine Sorge, wenn du tot bist kommst du ins Paradies um dort mit 71 anderen Sexsklavinnen einem verrückten Terroristen bis in alle Ewigkeit dienen zu dürfen.”

Zweitens: 72, sind das nicht ein bisschen viele? Wo nimmt Allah die alle her? Bei der Gewalt und den vielen Selbstmordanschlägen der jüngeren Vergangenheit sollte man meinen, dass Jungfrauen Mangelware sind. Es sei denn natürlich man ist so pädophil wie Mohammed und zählt Kinder mit dazu.

Mangel an Jungfrauen? Und ja, das ist eine der berüchtigten Mohammed-Karikaturen.

Mangel an Jungfrauen? Und ja, das ist eine der berüchtigten Mohammed-Karikaturen.

Und drittens, sind 72 Jungfrauen nicht viel zu wenig? Wir reden ja hier nicht von einem Kurzurlaub in Thailand. Sondern vom Paradies. Das heißt, die Jungfrauen müssen bis in alle Ewigkeit reichen. Manch einer wird sich da wohl fragen, was er nach den ersten 2 Wochen machen soll.

Geschrieben vor einem Jahr, 7 Monaten um 12:42.

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Hafen Magdeburg

Am Sonntag war ich am Hafen hier in Magdeburg und habe ein wenig fotografiert, unten seht ihr ein paar der Resultate.

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Geschrieben vor einem Jahr, 8 Monaten um 18:42.

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Elbauenpark bei schönstem Sonnenschein

Am Wochenende war ich zu einer kleinen Fotosession im Elbauenpark hier in Magdeburg. Die 2€ Eintritt haben sich, denke ich, gelohnt.

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Geschrieben vor einem Jahr, 10 Monaten um 14:17.

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Drei Irrglauben zur Homöopathie

Aus aktuellem Anlass möchte ich mal mit ein paar oft gehörten, falschen Annahmen zur Homöopathie aufräumen. Denn leider wird in den immer wieder kehrenden Diskussionen einiges durcheinander gebracht und viel Unsinn verbreitet. Dabei möchte ich aber darauf hinweisen, dass ich selbst nur (interessierter) Laie bin. Ich kann daher nur auf Quellen verweisen von Leuten, die sich besser in der Materie auskennen. Und damit meine ich nicht Heilpraktiker, denn die Anforderungen daran, sich so nennen zu dürfen, sind in Deutschland unterirdisch.

Quelle:  http://xkcd.com/, lizensiert unter Creative Commons  Attribution-NonCommercial 2.5 License

Quelle: http://xkcd.com, lizensiert unter Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 License

1: Homöopathie und Naturheilkunde sind das Gleiche

Das ist falsch! Man kann eventuell Homöopathie als Teilgebiet der Naturheilkunde bezeichnen, aber sie sind keineswegs deckungsgleich. Während Homöopathie auf widerlegtem, unlogischen Hokus-Pokus basiert, der den Grundsätzen der Chemie, Physik und Medizin widerspricht, kann die Anwendung von Heilstoffen die direkt aus z.B. Pflanzen gewonnen werden prinzipiell durchaus wirksam sein. Natürlich gibt es auch in der “klassischen” Naturheilkunde viele Präparate, die unwirksam oder gar gefährlich sind und der Nachweis eines Nutzens erfolgt, wenn überhaupt, fast immer durch Trial & Error, aber das tut der Tatsache keinen Abbruch, dass viele “schulmedizinische” Medikamente auf naturheilkundliche Erkenntnisse zumindest aufbauen.

Leider verwechseln aber viele Menschen die Begriffe, oder denken, Homöopathie wäre “halt irgendwas mit Heilkräutern”. Eine Einstellung, die romantisch verklärt die “Mutter Natur” als Lösung all unserer Gesundheitsprobleme ansieht, vor allem aber den Produzenten und Verkäufern von homöopathischen Medikamenten Wasser und Zuckerperlen nützt. Auf Homeowatch gibt es eine große Bandbreite an Artikeln zur Homöopathie.

2: Homöopathie hat mir geholfen, wer heilt hat Recht!

Das ist falsch! Typisch für Homöopathen ist es, unzulässige kausale Reduktion zu betreiben, wenn es um die Heilung nach der Verabreichung ihrer Mittel geht. Oder anders ausgedrückt: Wenn es nach den Befürwortern der Homöopathie geht, ist jeder, der wieder gesund wird, durch Homöopathie geheilt worden. Dass die Selbstheilungskräfte des Körpers für die allermeisten Krankheiten ausreichen, wird dabei nicht nur übersehen, sondern ist gegensätzlich zumindest zu den ursprünglichen homöopathischen Lehren:

[...]Very little power is allowed to the curative efforts of nature. Hahnemann goes so far as to say that no one has ever seen the simple efforts of nature effect the durable recovery of a patient from a chronic disease. In general, the Homeopathist calls every recovery which happens under his treatment a cure.[...]

Oliver Wendell Holmes: Homeopathy and Its Kindred Delusions, 1842. URL: http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/holmes.html

Das lässt unbeachtet, dass natürlich auch für Homöopathie der Placebo-Effekt gilt. Und tatsächlich gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die einen Nutzen über den Placebo-Effekt hinaus belegen würden. Aber ein besonders guter Placebo ist es scheinbar auch nicht einmal: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20129180

Wenn Wasser und Zuckerperlen dem einen oder anderen tatsächlich geholfen haben, dann sind das doch nur Berichte von Einzelfällen. Nicht nachprüfbar, nicht systematisch, nicht aussagefähig.

3: Und wenn schon, Homöopathie schadet doch niemandem!

Das ist falsch! Tim Farley hat auf der Seite “what’s the harm?”, unter anderem für Homöopathie, eine umfangreiche Liste zusammengestellt, die zeigt, welchen schrecklichen Schaden Unwissenheit und Ignoranz anrichten. Selbst unter den strengen, selbst auferlegten Kriterien für eine Auflistung, kommt er dabei auf über 430 Fälle, in denen Homöopathie verantwortlich für Behandlungsmisserfolge, schwere Folgeschäden und in vielen Fällen den Tod der Betroffenen sind. Insbesondere dann, wenn homöopathische Mittel als Ersatz für eine echte Behandlung dienen, kommt es immer wieder dazu, dass Menschen ihr Leben lassen, denen leicht geholfen hätte werden können, darunter auch viele Kinder. Darum ist es meiner Meinung nach wichtig, sich klar gegen erwiesenermaßen unwirksame alternative “Behandlungs”-Methoden wie die Homöopathie einzusetzen, insbesondere, solange die meisten Opfer dieses Betrugs nicht über die wahren Hintergründe aufgeklärt werden.

Geschrieben vor einem Jahr, 10 Monaten um 17:19.

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Landesgartenschau in Aschersleben

Ich war letzte Woche auf der Landesgartenschau in Aschersleben und habe dort mein neues Objektiv  (EF100mm f/2.8 MACRO USM) ausprobiert. In der Gallerie finden sich ein paar der schöneren Resultate.

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Geschrieben vor einem Jahr, 10 Monaten um 13:03.

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